Stimmen zum Buch

  • Anne Schweppenhäußer: 'Diese Darstellung motiviert zur Nachahmung und zur Vertiefung'
  • Petra Warman: '... ein Muss, für alle innovativen und vorausdenkenden Menschen.'
  • Susanne Schweigel: '(...) Die Methode wird sicher Teil meines Repertoires als Mediatorin werden.'
  • Nicola L.: 'Die Methoden scheinen mich, nach ein paar Tagen Übung, tatsächlich voranzubringen. (...) Ausprobiert, funktioniert gut. Danke.'
  • Mechthild Lang: 'Das Buch ist eine echte Bereicherung für alle, die in Gruppen oder Teams zusammen arbeiten und leben. '
  • Marlen Nebelung: 'Ein empfehlenswertes Buch, für all die, die sich schnell mit dieser Methode für unterschiedliche Entscheidungskontexte vertraut machen wollen.'
  • Maren Schleiff: 'Jede gute Entscheidung befreit' heißt die sehr einleuchtende Antwort auf die Frage 'Warum besser smart entscheiden?'. Und damit haben Sie, lieber Leser, auch schon die Antwort auf die Frage gefunden, warum Sie dieses Buch unbedingt lesen sollten!'

Josef Maiwald geht in dem Buch „Smart entscheiden. Methoden und Strategien, die Sie voranbringen, privat, beruflich, gesellschaftlich“ (2014, Holzkirchen, 150 Seiten) von der These aus, dass jede Entscheidung eine mehr oder weniger große Tragweite hat – sei es im privaten oder beruflichen Kontext, von Einzelnen, von Teams, von Vereinen, in Behörden und in der Politik. Und wenn eine Entscheidung Auswirkungen unterschiedlichen Ausmaßes haben kann, dann ist es sinnvoll, ein hilfreiches Werkzeug zu nutzen, um die Qualität der eigenen Entscheidungen zu verbessern und Einwände frühzeitig in den Entscheidungsfindungsprozess einzubeziehen. Hierzu stellt er anhand verschiedener anschaulicher Beispiele die leicht erlernbare und auf verschiedene Problemausgangslagen und Komplexitäten anpassbare Methode „Systemisches Konsensieren“ vor.

Gehalt: Die Methode „Systemisches Konsensieren“ wird anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Diese Darstellung motiviert zur Nachahmung und zur Vertiefung durch die Klärung von (persönlichen/beruflichen) Fragestellungen durch systemisches Konsensieren.

Visuelle Gestaltung: Das Buch ist angenehm gesetzt, die Grafiken der Konsensierungsergebnisse und die Zusammenfassungen sind farblich klar erkennbar.

Struktur/Gliederung: Das Buch ist in drei Teile aufgebaut. Im Drittel des Buches wird die Methode „Systemischen Konsensieren“ anhand von Beispielen aus der privaten und beruflichen Praxis anschaulich und nachvollziehbar erklärt. Der zweiter Teil beschäftigt sich mit methodischen Feinheiten, Tricks und Kniffen. Im letzten Teil werden vertiefte Fragen zur Entscheidungsfindung in individuellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen diskutiert, z.B. anhand von demokratischen Wahlen und politischen Entscheidungen.

Verständlichkeit: Das Buch ist leicht und verständlich zu lesen. Fachbegriffe werden sparsam eingesetzt. Die Beispiele aus Privatleben und Beruf sind nachvollziehbar und anschaulich dargestellt. Der Teil, in dem die politische Relevanz herausgearbeitet wird, beschreibt Möglichkeiten und Potentiale der Methode „Systemischen Konsensieren“. Hier wären weitere erfolgreiche Praxisbeispiele zur Unterstützung des Verständnisses hilfreich und nützlich.

Eignung und Relevanz: Das Buch eignet sich für alle, die Entscheidungen von hoher Tragweite im privaten und beruflichen Umfeld treffen. Weiterhin profitieren Moderator/innen und Prozessbegleiter/innen von der Kenntnis einer weiteren pragmatischen Methode zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen in Gruppen, Teams und Vereinen.

Anne Schweppenhäußer, Organisationsberaterin, Stuttgart, Juni 2014

Der Bucheinband ist schlicht und klar gehalten und doch wird die Komplexität des Themas gut sowie einladend dargestellt. Neugierde wird geweckt, sich dem Buchinhalt sowohl als Lernender, als auch als Experte zu nähern.

Das Inhaltsverzeichnis ist, mit den sich blau absetzenden Hauptüberschriften, klar und übersichtlich. Schnell werden einzelne Kapitel und deren Unterthemen gefunden, was eine Stichwortsuche ermöglicht. Schon hier wird dem Leser klar, dass ihn keine stupide Theorie erwartet, sondern viele Beispiele sowie klare Denkanstöße.

Es macht Spaß dieses Buch zu lesen und gleichzeitig ständig zum Hinterfragen der eigenen Entscheidungswege herausgefordert zu werden.

Wichtige Ergänzungen, wie z.B. Zitate, Zusammenfassungen und Tabellen, werden farbig dargestellt, wodurch sie sich gut vom Text absetzen sowie schneller wiedergefunden werden können. Gleichzeitig lockern sie die Texte auf und teilen die Kapitel mit ein.

Thematisch wird der Leser sowohl durch die Einleitung als auch die Fragestellung nach „smart entscheiden“, gut eingeführt. Im ersten Teil stehen durch die Beispiele der Umgang mit Entscheidungen und das Konsensieren im Mittelpunkt. Der Wert einer Entscheidung im Konsens wird deutlich. Hier werden Methoden und die Verfahrensweise der smarten Entscheidung nachvollziehbar und lehrreich dargestellt.

Der zweite Teil bezieht sich direkt auf die Politik und die Gesellschaft. Die Wechselwirkung von politischen Entscheidungen zu dem Reformstau, Politikverdrossenheit, Protestwählern, etc. macht die Auswirkungen auf die Gesellschaft als Allgemeinheit sowie auf uns persönlich klar. Der aufgezeigten Kritik steht eine sehr interessante Darstellung der Chancen der Politik durch das systemische Konsensieren gegenüber. Ein sehr interessanter Ansatz, vor allem, wenn wir über Staat und Bürgerbeteiligung heute immer intensiver nachdenken.

Gut gerüstet mit der thematischen Fragestellung und sicher auch einer neuen Kraft Entscheidungen bewusster und smarter zu treffen, wird im letzten großen Kapitel nicht nur das Bauchgefühl als Ressource beleuchtet, sondern auch spezielle Themen und Aussagen direkt hinterfragt.

Abgerundet wird alles u.a. von der Vita des Autors sowie einem Stichwortverzeichnis.

Es war nicht nur interessant, das Buch zu lesen. Es war bereichernd, mich selbst mit den aufgezeigten Beispielen und Gedanken, in Bezug auf alle Lebenslagen und Lebensspannen zu prüfen und zu hinterfragen.

Eins ist sicher der Leser wird niemals wieder „einfach nur eine Entscheidung treffen“, wodurch das Buch, meiner Meinung nach, zu einem Muss wird, für alle innovativen und vorausdenkenden Menschen.

Petra Warman, Berlin, Juni 2014

Ein Buch, das angenehm schwer in der Hand liegt, einen Umfang von 150 Seiten hat und 14,95 Euro kostet.

Keinen Bock mehr auf sich hinziehende Diskussionen bei Besprechungen? Trotzdem wollen alle mitreden? Außerdem würden Sie gerne wissen, weshalb Mehrheitslösungen doch nicht von allen getragen sind? Eine Methode für Management und Kindergarten gleichermaßen? Sie würden gerne gleichzeitig sowohl rational als auch intuitiv entscheiden? Dann ist mit dem systemischen Konsensieren jetzt eine pragmatische Lösung in Sicht, die noch dazu auf charmanter Weise den Weg frei macht, Widerstände – ich würde sie lieber „berechtigte Einwände“ nennen – genauer zu beleuchten. Ein Knackpunkt, wenn Projekte oder ähnliches umgesetzt werden. Bei

einer reinen Mehrheitsentscheidung sind die Inhalte der Einwände meist nicht mehr zu erkennen und werden deshalb nicht konstruktiv genutzt. Durch die Methode wird also nicht nur deutlich, wo die Mehrheiten bei einer Entscheidung sind, sondern auch, welche Widerstände es gibt. Diese stellen dann ihrerseits eine Fundgrube für weitergehende Überlegungen dar, die dann wiederum mit der Methode des systemischen Konsensierens bearbeitet werden können. Keiner wird plattgeredet, alle können ihre Ansicht zu den Vorschlägen in kurzer Zeit kund tun. Soweit in sehr knapp die Methode des systemischen Konsensierens.

Was sind nun die Stärken des Buches „Smart entscheiden“.

Vom Inhalt beziehen sich:

40 Seiten auf Anwendungsbeispiele für das systemische Konsensieren.

30 Seiten auf Feinheiten der Methode Systematisches Konsensieren.

15 Seiten auf einen Ausflug in die Politik.

20 Seiten auf allgemeine Grundlagen für Entscheidungen.

Der Autor Josef Maiwald stellt eine große Fundgrube für die Praxis zur Verfügung. Die Beispiele mit den Auswertungstabellen und den vielen Verweisen auf Unterstützung im Internet sind sehr pragmatisch und schnell umsetzbar, besonders in Situationen, bei denen viele Personen an einer Entscheidung beteiligt sind. Denn es wird ja jeder Vorschlag von jeder Person mit einem Punktesystem von 1-10 bewertet. Und zwar Widerstandspunkten, um schnell und zügig zu den kritischen Punkten

kommen zu können. Das wird durch das Buch sehr schnell nachvollziehbar. Das Pro wird deutlich und das, was noch nicht passt, kann genauer beleuchtet werden.

Was ich gerne mehr vertieft gelesen hätte: Wie komme ich zu guten Fragen für die Entscheidung.

Und auch: Was tue ich, wenn ich selbst in einem inneren Konflikt bin? Der Verweis durch Praxisbeispiele auf das innere Team (von Schulz von Thun) ist spannend und lohnt sich weiterzuverfolgen. Der Ausflug in die Politik zeigt auf, was alles mit dieser Methode möglich ist.

Auf allgemeine Grundlagen für Entscheidungen hinzuweisen und ihre Bedeutung für das private und das gesellschaftliche Leben ist dankenswert. Und für den Einen oder die Andere ein Anstoß, dort weiterzudenken. Allerdings wird für mich durch diese Breite nicht mehr klar, wer nun genau die Zielgruppe für dieses Buch sein soll.

Wer mit Entscheidungen zu tun hat, weiß, dass der springende Punkt eigentlich ist, die Fragestellungen herauszuarbeiten. Wenn das geschehen ist und dann auch noch – wie das Buch ja nahelegen möchte – auf eine demokratische Weise, dann ist systematisches Konsensieren eine gute Methode.

Mein Fazit: Mit den vielen Praxisbeispielen macht es Mut, das systemische Konsensieren als Entscheidungsmethode in die Praxis zu gehen und die Methode anzuwenden. Sie ist anschaulich beschrieben mit den entsprechenden Verweisen für weitere Unterstützung im Internet. Für Menschen, die Übung haben, Fragen zu stellen und jetzt endlich auch eine Methode an der Hand haben, sie ohne zeitraubende Diskussionen von vielen Mit-Entscheidern beantworten zu lassen.

Die Methode wird sicher Teil meines Repertoires als Mediatorin werden.

Susanne Schweigel, Diplom-Psychologin, Bayreuth, Juni 2014

Entscheiden – nicht einfach so, sondern smart: Das hört sich gleichbedeutend schlau an oder durchtrieben oder geschäftstüchtig. So ist es auch gemeint von Herrn Josef Maiwald, der uns in seinem neuen Buch hilfreiche, andersartige, durchdachte Tools an die Hand gibt, um das ach manchmal so schwere Entscheiden zu verbessern oder gar zu erleichtern. Die Methoden scheinen mich, nach ein paar Tagen Übung, damit tatsächlich voranzubringen – privat und beruflich, inwieweit gesellschaftlich, das mag ich nicht jetzt entscheiden.

Das neue Buch „Smart entscheiden!“ ist mir sehr zu passe gekommen, weil es erst mal vom Umfang her für mich lesbar ist, da Zeit ein kostbares Gut, und ich durch eine inhaltlich übersichtliche Struktur das wesentliche sehr schnell aufnehmen kann und mit wenig Zeitaufwand viel gewinne – eine hilfreiche Methode, beruflich und privat einfacher zu entscheiden. Zunächst dachte ich, mein Gott, dieses ausführliche Inhaltsverzeichnis, muss das denn sein, das erschlägt mich, aber nein, das Buch ist gut, der Inhalt präzise, gewinnbringend und wertvoll.

Konsensieren führt systembedingt zum Konsens, das hört sich logisch an, mithilfe von Excel Tabellen oder Auflistungen von Aspekten und/oder Konsensierungsfächern lernen wir, smarte Entscheidungen in einer Gruppe kompakt und schnell zu fällen. Ausprobiert, funktioniert gut. Danke.

Mich persönlich überfordert aber, das war schon immer so, das tabellarische „Entscheiden“. Das strengt mich an, da höre ich lieber in meinen Bauch hinein als Frau.

Was ich besonders wertvoll für mich als Tipp bekommen habe das Zitat von Charles des Gaulles: „Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.“ Ich bin vom Sternzeichen nämlich Waage, die oftmals hin und her abwägt und durch übertriebenen Perfektionismus sich nicht zur Entscheidung durchringen kann.

Somit danke ich Herrn Maiwald im Namen vieler unsicherer Menschen auf dem Weg zu bedeutsamen Entscheidungen für seinen wertvollen Beitrag für uns Menschen.

Nicola L., Warpe, Juni 2014

Das vorliegende Buch besticht auf den ersten Blick durch seinen freundlichen Umfang, durch hochwertiges und hautfreundliches Papier und durch ein übersichtlich gegliedertes und gut aufgesetztes Layout

Das Buch ist eine echte Bereicherung für alle, die in Gruppen oder Teams zusammen arbeiten und leben. Die vorgestellte Methode ist konkret fassbar, sehr ökonomisch, kantenfrei, einfach „sexy“!

Für mich war der erste Teil am aufschlussreichsten mit seiner Vielzahl von Beispielsituationen. Dieser Praxisteil gibt einen ziemlich umfassenden Aufschluss darüber , wie SK funktioniert und was SK leisten kann. Das finde ich beeindruckend und ich werde ganz sicher in den nächsten Teamsitzungen davon profitieren können.

Um die Methode vorzustellen, zu diskutieren und zu begründen, hätte der Umfang für mich noch reduziert werden können, so fand ich die Ausführungen in einigen Teilen redundant. Nicht anfreunden konnte ich mich mit der alphabetischen Struktur in dem Kapitel „methodische Hintergründe…..“ Eigentlich zum nachschlagen gedacht (oder?), traf mich die Aufstellung unvorbereitet, da ich den Text fortlaufend gelesen habe. Das hat mich ein wenig irritiert.

Mechthild Lang, Münster, Juni 2014

Josef Maiwald hat mit „Smart entscheiden“ ein gut zu lesendes Arbeitsbuch zum konstruktiven Gestalten von Entscheidungsprozessen vorgelegt. Es ist für alle, die regelmäßig mit dem Finden von Entscheidungen oder dem Begleiten von Entscheidungsprozessen betraut sind, mit Gewinn zu lesen.

Im Zentrum steht dabei die Methode des systemischen Konsensierens. Hierbei geht es um eine Entscheidungsmethode, die zu einer möglichst hohen Akzeptanz von Entscheidungen und damit zu einer möglichst hohen Umsetzungswahrscheinlichkeit führt. Die zentrale Idee des Konsensierens ist es, dass Einwände in Bezug auf die möglichen Entscheidungsoptionen eingeholt und nach Möglichkeit minimiert werden. Eine Option mit dem geringsten Gruppenwiderstand – also den in Summe wenigsten starken Einwänden– hat gute Voraussetzungen, mit gutem Gefühl von allen Beteiligten angenommen und umgesetzt zu werden und bietet sich daher als Lösung an.

Eine moderierte Entscheidungsfindung mit Konsensieren könnte wie folgt ablaufen:

• Einführen in die Methode und Vorstellen des Vorgehens

• Definieren der konkreten Fragestellung

• Auflistung der Problemlösungsvorschläge

• Skalierung für die Bewertung der Höhe von Bedenken festlegen z. B. 0 = „gegen

den Vorschlag habe ich keine Bedenken“ – 10 = „ diesen Vorschlag lehne ich total

ab“

• Möglichst differenzierte Bewertung der Vorschläge auf der vereinbarten Skala –

Auflistung der Bewertungen aller Personen

• Analyse des entstandenen Meinungsbildes

• Abschließende Entscheidung

Manches Mal reicht das Konsensieren allein für das Erreichen eines wirklich von allen getragenen Ergebnisses nicht aus – in dem ausgesprochen praxisorientierten Buch werden für solche Situationen diverse weitere Methoden und Vorgehensweisen beschrieben, die ergänzend eingesetzt werden können.

Zunächst mag der Ansatz, über Einwände und nicht das Sammeln von Zustimmungen, Entscheidungen herbeizuführen, ungewohnt oder gar irritierend sein. Es gibt aber gute Argumente für dieses Vorgehen, von denen hier nur einige genannt seien: Der Ansatz fördert die Suche nach einer besten Lösung für die ganze Gruppe anstatt von konkurrierender Darstellung von Einzelideen. Da alle Vorschläge differenziert bewertet werden, bemühen sich alle, gut durchdachte Vorschläge zu präsentieren. Durch das Explizitmachen der Einwände wird bedacht abgewogen und ein Entschluss mit minimalem Widerstand gefällt, während die Ablehnungen bei einem Mehrheitsentschluss gar nicht bekannt werden, also im Untergrund aktiv werden können. Konfliktpotenziale werden so frühzeitig offenbar und bearbeitbar. Die Voraussetzung für das Gelingen ist, dass die Beteiligten an diesen Elementen und einem fairen Austausch Interesse haben!

Maiwald schildert diverse Beispiele, die illustrieren, wie das konkrete Konsensieren für Entscheidungen durchgeführt werden kann. Er geht auf unterschiedlichste Entscheidungssituationen ein: Entscheidungen, die im Unternehmenskontext zu treffen sind, die Teamentwicklungsrelevanz haben oder Entscheidungen im Familienleben, bis hin zur Klassensprecherwahl und zu politischen oder Vereins-Entscheidungen.

Es werden sehr nachschlagefreundlich methodische Fragen rund um das Vorgehen erläutert und ein kurzer theoretischer Part geht auf die grundsätzlichen Herausforderungen von Entscheidungen und die Potenziale des Konsensierens insbesondere im politischen Kontext ein.

Das Konsensierens ist eine vielversprechende Methode. Seine Ursprünge sind ungefähr so alt, wie die Entwicklung der heute gängig genutzten Moderationstechniken. Dennoch ist die Methode vergleichsweise unbekannt. Das kann sicherlich gut mit der anspruchsvollen, konsensorientierten Haltung, die das erfolgreiche Konsensieren braucht, sowie eingefahrenen Routinen mit Macht- oder Mehrheitsorientierten Entscheidungsfindungen erklärt werden. Aber die Zeit mag allmählich für dieses Methode, die Besonnenheit braucht und fördert, gekommen sein: Auch im unternehmerischen und dort insbesondere in komplexen Kontexten. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, für Ihre Mitarbeiter in Zeiten des demografischen Wandels attraktive Arbeitsgeber zu bleiben. Und es ist attraktiv, mitgestalten zu können. Hier ist ein Weg-von „ja – nein – Entscheidungen“, die von wenigen Hierarchen getroffen werden und ein Hin-zu abgewogenen, viele Meinungen und Aspekte einbindenden und Widerstände transparent machenden Vorgehensweisen eine interessante Alternative zu herkömmlichen Entscheidungsprinzipien. Das Konsensieren bietet dabei ein strukturiertes und effizientes Vorgehen, das den Zugang zu dem von der Haltung her neuen Ansatz in Unternehmen vereinfachen dürfte.

Ein empfehlenswertes Buch, für all die, die sich schnell mit dieser Methode für unterschiedliche Entscheidungskontexte vertraut machen wollen. Dafür ist auch das Argumentarium für diese Methoden komprimiert zusammengefasst; auf dieser Basis kann die Methode prägnant vorgestellt werden. Nicht zu Letzt werden auch Tools, die online genutzt werden können vorgestellt.

Marlen Nebelung, Dipl.-Psych. und M. P. H., Berlin, Juni 2014

Wer kennt das nicht: Lange Diskussionen, genervte Beteiligte und überzogene Besprechungen sind oft Bestandteil von Entscheidungsprozessen. Die überwiegend verwendeten Entscheidungsverfahren wie z.B. traditionelle Abstimmungen, sind häufig Ursache von Konflikten. Diese Erkenntnis nutzten schon Siegried Schrotta und Dr. Erich Visotschnig 1979 und entwickelten die Methode des Systemischen Konsensierens.

Josef Maiwald greift diese Methode neu auf und fasst sie sehr anschaulich zu einem übersichtlichen Nachschlagewerk zusammen. Angepasst an die heutigen Bedingungen wird deutlich, wie wichtig Entscheidungen für das private Leben oder berufliche Zusammenhänge sind.

Ziel des Konsensierens ist es, für die Gruppe als Ganzes die beste Lösung zu finden. Einfache Mehrheitsentscheidungen beinhalten oft ein großes Abwehrpotential, weil die Gegenstimmen nicht näher hinterfragt werden. Diese negative Energie kann die weitere Zusammenarbeit stark behindern, was gerade für Entscheidungen in Teams weitreichende Folgen haben kann.

Ein entscheidender Satz des Autors zum Sinn dieser Methode soll an dieser Stelle zitiert werden: „Das charakteristische Grundmotiv bleibt immer dasselbe, dass Sie sich nämlich aktiv für das Konfliktpotential interessieren und sich gegebenenfalls ernsthaft damit auseinandersetzten.“ Das bedeutet, dass beim Konsensieren jeder Vorschlag bewertet wird und die Bedenken aller Beteiligten ausdrücklich berücksichtigt werden. Das hat den Sinn Konfliktpotentiale transparent zu machen.

Die vielen Excel-Listen machen auf den ersten Blick in das Buch einen etwas komplizierten Eindruck. Die beschriebenen Anwendungsbeispiele, z.B. Was soll es heute Abend zu essen geben oder die Planung eines Firmenevents, sind jedoch sehr praxisnah und einfach beschrieben. Toll ist der Link für Interessierte zu einer kostenlosen Vorlage, mit der jeder das systematische Online-Konsensieren selbst erproben kann.

„Jede gute Entscheidung befreit“ heißt die sehr einleuchtende Antwort auf die Frage „Warum besser smart entscheiden?“. Und damit haben Sie, lieber Leser, auch schon die Antwort auf die Frage gefunden, warum Sie dieses Buch unbedingt lesen sollten!

Maren Schleiff, M.A., Teamtrainerin und Teamcoach, Oldenburg, Juli 2014

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